Ganz viel Bahngeschichte im Museum

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120 Jahre Lokalbahn Lambach – Vorchdorf und Blick nach Vorne

Ab 11. Mai ist im Museum der Region Vorchdorf die Geschichte der Lokalbahn Lambach-Vorchdorf im Rahmen einer Sonderausstellung zu sehen. Kuratiert wurde die Schau von KR Dir. Günter Mackinger (Vorstand der Lokalbahn AG) und Prof. DI Otfried Knoll gemeinsam mit Georg Breckner seitens Heimat- und Kulturverein. Günter Mackinger bezeichnet sich selbst als Vollblut-Eisenbahner und hat der Eisenbahnstrecke ein besonderes Werk gewidmet. Zum Jubiläum hat er ein Buch im Umfang von über 200 Seiten herausgebracht, das in eindrucksvoller Weise die Geschichte der Lokalbahn vermittelt. Gemeinsam mit Bürgermeister Johann Mitterlehner und Stern&Hafferl-Geschäftsführer Ing. Günter Neumann eröffneten sie die Sonderschau, die bis in den Herbst zu sehen ist. 

Die Sonderausstellung widmet sich der eindrucksvollen Schienen-Verkehrs-Geschichte der Lokalbahn: Seit 1903 erfüllt die Lokalbahn Lambach - Vorchdorf-Eggenberg unspektakulär, aber immer verlässlich, ihren Verkehrsauftrag. Die 15,5 km lange elektrische Lokalbahn ist heute in ihrem Bestand gesichert und geht auf eine Initiative eines zukunftsorientierten Abts des Stiftes Lambach zurück. Sie bietet der Bevölkerung einen attraktiven Nahverkehr in einer überwiegend ländlich geprägten Region. Die Weltwirtschaftskrise in den Jahren 1930 und 1931 veranlasste die Lokalbahn Lambach - Vorchdorf-Eggenberg AG die Betriebsführung von der k.u.k. Staatsbahn an das Traditionsunternehmen Stern & Hafferl zu übergeben. Darauf folgte die sofortige Umstellung von Dampfzügen auf einen elektrischen Betrieb, bereits im November 1931 war die Strecke vollständig elektrifiziert. Die Firma Stern & Hafferl Verkehr legte damit schon vor vielen Jahren den Grundstein für die heutigen positiven Entwicklungen im Personen-wie auch Güterverkehr. Zahlreiche Innovationen und Investitionen zeigen rückblickend den zukunftsorientierten Weitblick der Unternehmensgruppe.

„Was damals ein altes Klumpert war, ist nun historisch wertvoll“, weiß Ottfried Knoll zu berichten. Der heutige FH-Professor für Bahntechnologie und Mobilität war als 19-jähriger für ein halbes Jahr in Vorchdorf in der Werkstätte tätig und hatte damals schon ein Auge für die besonderen Stücke. Heute sind viele davon zur historischen Dokumentation im Vorchdorfer Museum ausgestellt.

Im Zentrum des Ausstellungsraums sind auch Arbeiten von Johann Huemer zu sehen. Der passionierte Miniaturbauer hat aus seinem Privatmuseum einige Exponate, wie ein Triebwagen oder das Bahnhofsgebäude zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zum Museum und zur Sonderschau auf www.museum-vorchdorf.at

TV-Bericht von SALZI.TV zur Eröffnung der Sonderschau

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