Erste Erfahrungen nach dem Start des Pfandsystems gesammelt

Erstellt von Gerhard R. am

Bundesweit hat sich Plastikpfand im ersten Jahr gut bewährt

Eine erfolgreiche erste Bilanz zieht das Einwegpfandsystem in Österreich: Mit einer Sammelquote von 81,5 Prozent wurden die Bundesvorgaben dank der aktiven Teilnahme der Konsumenten erreicht. Der Großteil der Pfandgebinde – rund 98 Prozent – wird über Rückgabeautomaten im Handel, etwa in Supermärkten, retourniert. Die restlichen zwei Prozent stammen aus der manuellen Rücknahme, etwa bei Wirten, Bäckereien oder Kantinen.  

Diese manuell gesammelten Flaschen und Dosen werden in Zählstellen verarbeitet, eine davon befindet sich in Vorchdorf und ist seit Herbst 2025 in Betrieb. Dort werden die Gebinde gezählt, sortiert und verpresst. Der VORchdorfer Tipp / vorchdorfonline hat bei Recycling Pfand Österreich nach den Erfahrungen der ersten Betriebsmonate nachgefragt.  

Zählstelle für "manuelle Rücknahme" in Vorchdorf seit Herbst 2025 in Betrieb

Bei Einführung des Einwegpfandsystems war man noch davon ausgegangen, dass etwa zehn Prozent der Rückgaben manuell erfolgen würden. Nach rund einem Jahr Pfandsystem zeigen die Erfahrungswerte jedoch ein anderes Bild. Mehr als 6.400 Rückgabeautomaten stehen österreichweit zur Verfügung und werden intensiv genutzt, wodurch die manuelle Rückgabe deutlich hinter den ursprünglichen Prognosen bleibt.

Das wirkte sich auch auf die Zählstelle Vorchdorf aus. Zum Betriebsstart war mit einer jährlichen Menge von 45 bis 60 Tonnen gerechnet worden, was – je nach Saison – acht bis 14 LKW-Anlieferungen pro Tag entsprochen hätte. Tatsächlich liegt die Auslastung deutlich darunter, ähnlich wie bei anderen Zählstellen in Österreich, so der Betreiber.

Das Plastikpfandsystem in Österreich wurde im ersten Jahr gut angenommen, fast alle Gebinde (98 %) kommen über den Handel (Supermärkte etc.) zurück, die restlichen 2 % über die sogenannte „manuelle Rücknahme“.


Fotos: EWP Recycling Pfand Österreich

Kategorie
Gemeinde