Seit einigen Jahren stellt der Bildungs- und Kulturausschuss der Gemeinde den Welttag der Bildung unter ein Vorchdorfer Schwerpunktthema – und auch heuer erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm.
Am Samstag 24. Jänner steht der Vorchdorfer Welttag der Bildung ganz im Zeichen des Erwin-Lang-Freskos sowie der historischen Aufarbeitung rund um die Zeitenwende 1945 mit einzigartigen Erkenntnissen des Vorchdorfer Autors Rudolf Hüttner.
Themenschwerpunkt Fresko - Schülerlesungen und Fachbeitrag
Noch im alten Jahr wurden die Schüler in Volks- und Mittelschule eingeladen, ihre Gedanken zu dem Wandfresko in der Mittelschule zu Papier zu bringen. Die Wahl des Themas kommt nicht von ungefähr: Das mehr als acht Meter lange und zwei Meter hohe Werk aus dem Jahr 1940 steht im Zentrum aktueller Recherchen und wurde vom Bundesdenkmalamt als regional bedeutsam eingestuft. Mit dem geplanten Schulneubau wird das Fresko seinen angestammten Platz verlassen müssen. Die Gemeinde hat jedoch einstimmig beschlossen, das einzigartige Kunstwerk zu retten, fachgerecht abzutragen und an einem neuen Ort wieder zu errichten – ein klares Bekenntnis zur historischen Verantwortung.
Noch aber steht der „alte Eingangsbereich samt Ausspeisung“, und genau dort wird der Welttag der Bildung ab 17 Uhr stattfinden. Die besten Aufsätze zum Thema „Was uns das Fresko sagt“ werden von den Schülern vorgetragen und mit kleinen Preisen belohnt. Anschließend erläutert Bruno Schernhammer seine Recherchen und spannende Forschungsergebnisse rund um die interessante Geschichte des Freskos, die Hintergründe der Entstehung sowie die bemerkenswerten Umständen zu jener Zeit.
Themenschwerpunkt Zeitenwende - Buchpräsentation
Den zweiten Programmpunkt ab 18:30 Uhr bildet das aktuelle Heimatwerk von Rudolf Hüttner. Im Mittelpunkt stehen die Ereignisse rund um das Kriegsende im Mai 1945 in Vorchdorf, das ehemalige Luftwaffenlazarett, das ebenso in der Schule untergebracht war und die Geschichte rund um den Amerikaner Reece Stephenson, der als Patient dort behandelt wurde.
Unter dem Titel „Zeitenwende in Vorchdorf 1945“ hat Rudolf Hüttner die bewegenden Ereignisse rund um das Kriegsende in einem hochwertig gestalteten Buch festgehalten. Das über 120 Seiten starke Werk ist soeben erschienen und wird im Rahmen des „Welttags der Bildung 2026“ erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Zu den bekannten heimatgeschichtlichen Erkenntnissen kamen in den vergangenen Jahren neue, aufschlussreiche Recherchen hinzu: Nachfahren des amerikanischen Soldaten Stephenson meldeten sich aus den USA und stellten bislang unveröffentlichtes Material – darunter einzigartige Dokumente und Fotos – zur Verfügung. Diese Funde werfen neues Licht auf die Ereignisse jener Zeit und bereichern die historische Darstellung wesentlich.
Der Autor Rudolf Hüttner wird am 24.01. anwesend sein und spannende Einblicke in seine Recherchen geben.
Zeitplan:
Sa 24. Januar 2026
EG Mittelschule Vorchdorf (Bereich Ausspeisung)
17:00 Uhr Lesung & Prämierung von Schülergeschichten
Thema: „Was mir das Fresko erzählt“
18:00 Uhr Vortrag: Die Bedeutung des Freskos und des Künstlers Erwin Lang
Bruno Schernhammer
18:30 Uhr Lesung und Buchpräsentation: Zeitenwende in Vorchdorf 1945
Rudi Hüttner
Eintritt frei.