Sondergemeinderat beschließt Finanzierungsplan für Container-Schule einstimmig

Erstellt von Gerhard R. am
Beispiel Containerklasse in Vorchdorf

Übersiedelung der Volksschule rückt in erreichbare Nähe

Der Sondergemeinderat der Marktgemeinde Vorchdorf hat am 8. Jänner 2026 den Finanzierungsplan für das schulische Ausweichquartier einstimmig beschlossen. Mit dem Beschluss können die nächsten Projektschritte wie Ausschreibungen, Angebotsprüfungen und Beauftragungen eingeleitet werden.

Grundlage für die Entscheidung war eine schriftliche Förderzusage des Landes Oberösterreich vom 29. Dezember 2025. Der Sondergemeinderat war kurzfristig einberufen worden, um den engen Zeitplan einzuhalten. In den kommenden Wochen müssen Ausschreibungen versandt, Angebote geprüft und fristgerechte Bestellungen durchgeführt werden. Dafür könnte laut Bürgermeister Johann Mitterlehner ein weiterer Sondergemeinderat erforderlich sein.

Ein Umzug der gesamten Schule ist ausschließlich während der Sommerferien möglich. Bei Einhaltung des aktuellen Zeitplans könne eine Übersiedelung der Volksschule in den Sommerferien 2026 erfolgen, betonte Mitterlehner.

Für Diskussionen sorgte ein Zusatzantrag der FPÖ, der mit der noch nicht vollständig zugesagten Gesamtfinanzierung begründet wurde. Der Schulum- und Neubau in Vorchdorf erfolge jedoch in mehreren Etappen, ebenso die Finanzierung, hieß es seitens der Gemeinde. Während die Marktgemeinde laufend Rücklagen bilde, stammten die maßgeblichen Fördermittel von Bund und Land.

Die Gesamtkosten des Bauprojekts seien allen Beteiligten bekannt, teilte Bürgermeister Mitterlehner mit. Dazu zählen das Land Oberösterreich, die Marktgemeinde Vorchdorf sowie das mit der Projektbegleitung beauftragte Planungsbüro, das die Gemeinde seit rund einem Jahr unterstützt. Das Büro begleite unter anderem die Finanzierungsplanung sowie das sogenannte Kostendämpfungsverfahren.

Eine weitere Verzögerung hätte zusätzliche Kostensteigerungen zur Folge gehabt, auch Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit dem Land Oberösterreich seien nicht auszuschließen gewesen. Der Zusatzantrag wurde mit den Stimmen von ÖVP, Grünen, Neos und zwei Vertretern der Liste Vorchdorf knapp abgelehnt. Damit bleibt das Projekt im vorgesehenen Zeitrahmen.

Das Kostendämpfungsverfahren des Landes Oberösterreich wurde bereits für das Ausweichquartier abgeschlossen, derzeit läuft jenes für das Gesamtprojekt. Der nächste Termin dazu ist für Montag, den 12. Jänner 2026, mit Vertretern des Landes Oberösterreich angesetzt, hieß es in der GR-Sitzung. In Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro seien weitere Einsparungspotenziale erarbeitet worden, die entsprechenden Unterlagen seien fristgerecht an das Land nach Linz übermittelt worden, so Mitterlehner. 

Bild: Beispiel einer Containerklasse

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