Auf Ideenfindung für neue Verabschiedungshalle

Gemeindeverantwortliche und Verein Zukunft Vorchdorf intensivieren Projektarbeit für eine Neugestaltung

Zu einer außergewöhnlichen Fahrt durch Oberösterreich trafen sich Mitglieder des Verein „Zukunft Vorchdorf“ sowie Vertreter der Pfarr- und Marktgemeinde am 17. März 2018. Am Programm stand die Besichtigung von Begräbnis- und Abschiedshallen. Felix Lenzeder organisierte die Fahrt, die nach Sierning, Krenglbach, Altschwendt und nach Linz führte. Pater Ernst Bamminger, Bürgermeister DI Gunter Schimpl und Vereinsobmann Franz Amering begleiteten die Tour, für praktische Fragen war Bestatter Bernhard Radner eingeladen. Die Teilnehmer holten sich Ideen und Inspirationen, um mit dem Thema „Neugestaltung der Aufbahrungs- und Verabschiedungshalle“ vertrauter zu werden. Zudem zeigten einige Beispiele, wie das Thema interkulturell gedacht und realisiert wurde.

Die Vorchdorfer Aufbahrungs- und Verabschiedungshalle ist bereits in die Jahre gekommen. Das Gebäude aus den 1960er-Jahren wird der heutigen Verabschiedungskultur nicht mehr ganz gerecht, zudem hat sich das Kundenverhalten bei Begräbnissen und Bestattungen geändert.

Mehr Bedarf und verändernde Anforderungen
50 bis 60 Begräbnisse finden pro Jahr in Vorchdorf statt. Die steigende Bevölkerungsanzahl ist die einzige Rahmenbedingung, die sich geändert hat. Ein moderner Bestattungsbetrieb muss heutzutage auch die Bedürfnissen von Anders- und Nichtgläubigen decken, so Bestatter Bernhard Radner. Auch P. Ernst Bamminger teilt diese Ansicht. „Wir müssen einen würdigen Feierraum auch für andere Konfessionen und Ausgetretene bieten“, so der Pfarrer. Eine zeitgemäße Aufbahrungsmöglichkeit, individuelle Verabschiedungsräume und genügend Sitzplätze sind heutzutage Standard.

Trend zu Urnen und kürzeren Grabmieten
Lange Zeit war eine Erweiterung des Friedhofes im Gespräch, und heute ist man froh, dass noch Flächen vorhanden sind. Franz Amering, Obmann des Vereins Zukunft Vorchdorf zeigt die Realität auf: „Die Dauer der Grabmieten sinken und es gibt einen Trend zu Urnen-Bestattungen“. Diese Beobachtungen und die Bevölkerungsentwicklung fließen in die Überlegungen der Neugestaltung ein, bestätigt Bürgermeister DI Gunter Schimpl. „Bei der Fahrt zu den Verabschiedungshallen haben wir viele gute Ideen gesehen, der nächste Schritt ist eine Ausschreibung für Architekturbüros“, so Schimpl. 

Bild: Die Neugestaltung der Verabschiedungshalle am Vorchdorfer Friedhof ist ein großes Thema für die Vertreter des Vereins „Zukunft Vorchdorf“, Pfarre und Marktgemeinde.
Text/Foto: vorchdorfmedia

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B.A.

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