Ode an Vorchdorfs Raunzer

In Vorchdorf is’ wia überoi,
ma heart des jo oitäglich:
Gibt’s wo an negativen Foi,
daunn schimpfen’d Leit:“Unmeglich!

Des is schlecht und des is bled,
mia haum’s scho oiwei g’wusst.“
Mei, do wird glei überoi g’redt,
a jeda hot an Frust.

Des Positive, des seg’ns kaum,
des is jo söbstvaständlich.
Ma kaunn des wirklich fost net g’laub’m,
oft is’ wirkli’ schändlich!

Schaut’s Eich do in Vorchdorf um!
Wos ihr do hobt’s, is Wauhnsinn!
Foahrt’s amoi a weng ummadumm,
woaunders kriagt’s netmoi wos zum Aunzieh’n!

So vü Orte haum koan Greißler mehr,
koa Post und koane Bäcker,
trotzdem heart ma, bittesehr,
sehr häufig nur Gemecker.

„Des geht ob und des is schlecht,
und überhaupt vü z’wenig.“
Dabei – und i hob sicha recht –
is bei uns da Kunde nu König.

Es is maunchmoi a Trauerg’spü,
ma kunnt scho schier verzwäufin,
Oba i schreib jo jetzt do eh scho z’vü,
Ihr werd’ts mi glei vertäufin.

Trotzdem mecht i Eich ollen sog’n:
Tat’s weniger raunzen und mehr lob’m,
Denn aundere tan si nu vü mehr plog’n
Weil sie im Ort goar nix mehr hob’m.

Drum segt’s ah amoi wos positiv,
sogt’s amoi öfter a Daunkeswort.
Geht ah amoi dort und do wos schief,
Vorchdorf is trotzdem a b’sonderer Ort!

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